Am 15. März 2026 finden in Hessen Kommunalwahlen statt. Dabei werden in Frankfurt neben der Stadtverordnetenversammlung im Römer auch die Ortsbeiräte in den einzelnen Stadtteilen neu gewählt.
Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für Sie zur Wahl des Ortsbeirats 16 Bergen-Enkheim:
- Constanze Nordbrock, Psychologin in der Erwachsenenbildung
- Mark Gläser, Szenograf
- Natalie Porth, Musiklehrerin und Musikerin
- Alexander Wosnitza, Rentner
- Angela Schmitt-Gläser, Filmemacherin
- Jan Ruffing, Software-Entwickler
- Thorsten Schneider, Diplom-Wirtschaftsingenieur
- Welz Ronald, Projektentwickler / -finanzierer Erneuerbare Energien









Unser Wahlprogramm für Bergen-Enkheim:
Grüne Werte
Wir Grünen stehen für Mut und Ehrlichkeit.
Für viele bestehende Probleme gibt es keine einfachen Lösungen, also müssen Dinge klar benannt werden – offen, direkt und immer respektvoll.
Wir sagen ehrlich, wo Veränderungen notwendig sind, und gehen sie mutig an. Wir wollen gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil nach vorne schauen.
Hier sind unsere Ideen für sozialen, ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt in Bergen-Enkheim.
Soziales Miteinander
Uns ist es wichtig, dass sich alle Menschen in Bergen-Enkheim wohlfühlen und sich frei und sicher im Stadtteil bewegen können. Wir kümmern uns um die Anliegen von allen in Bergen-Enkheim – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion und sexueller Orientierung.
Wir unterstützen bestehende Angebote für ein soziales Miteinander wie Straßenfeste, Nachbarschaftsinitiativen für Open-Air-Festivals, den lebendigen Adventskalender, Flohmärkte etc.
Wir wollen weitere Orte und Veranstaltungen für Begegnung und Austausch schaffen – niedrigschwellige Möglichkeiten zum Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen.
Mit offenen Frühstückstreffs, der Beteiligung am Pavillon der Demokratie, kostenlosen Mitmach-Angeboten, sowie langen Tafeln zum gemeinsamen Essen und Diskutieren fördern wir den Zusammenhalt im Stadtteil.
Natur und Umwelt
Bergen-Enkheim ist lebenswert. Wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt.
Unser Stadtteil ist umgeben von Streuobstwiesen, Naturparks, Wald und Wiesen, und auch innerhalb des bebauten Gebietes gibt es Naturschutzgebiete und Grünflächen. Diese grünen Bereiche wollen wir – wie bereits in den letzten Jahren – schützen, pflegen und ökologisch nachhaltig weiterentwickeln.
Wir wollen mehr straßenbegleitende Grünstreifen und Bienenwiesen schaffen und diese ökologisch sinnvoll pflegen.
Wir beteiligen uns an der Aufklärungsarbeit zum Thema Natur und Umwelt und unterstützen bereits vorhandene Initiativen, z. B. in Kindertagesstätten und Schulen.
Aktionen wie das Frankfurt Cleanup wollen wir im Stadtteil bewerben. Hierbei geht es nicht nur um die Sammlung wilden Mülls, sondern vor allem um die Bewusstmachung des Problems und dessen zukünftige Vermeidung.
Wir planen, im Rahmen des Projekts Kleine Sauberkeitstools Zigarettenkippen- und Kaugummi-Sammelstationen aufstellen zu lassen
Nachhaltigkeit und Klima
Der Klimawandel zeigt uns deutlich, dass die Lebensqualität dort schwindet, wo eng bebaut, viel asphaltiert und zu wenig für Bepflanzung gesorgt wird. Überhitzte Straßen und Plätze sorgen auch in unserem Stadtteil für Hitzestau. Wir setzen uns ein für Entsiegelung sowie Baum- und andere Pflanzprojekte auf öffentlichen Plätzen, um für Beschattung und Abkühlung zu sorgen.
Wir werden in Bergen-Enkheim weiterhin ökologisch nachhaltige Projekte ins Leben rufen, um den Bürgerinnen die Möglichkeit zu geben, ihren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, z. B. durch die Initiierung eines Repair-Cafés und einer regelmäßig stattfindenden Tauschbörse sowie durch Unterstützung von Einkaufskooperativen für Bio-Lebensmittel aus lokalen Kooperationen.
Wir laden ein zu Informationsveranstaltungen, z. B. zu Fördermöglichkeiten für die nachhaltige Gestaltung von Häusern und (Miet-)Wohnungen sowie zu Möglichkeiten für Privatpersonen, eigene Ladestationen für E-Autos auch anderen Verbraucherinnen anzubieten und sich mit diesen zu vernetzen.
Öffentlicher Raum
Die Plätze in Bergen-Enkheim sind lebendige Treffpunkte und sollten Möglichkeiten zum Ausruhen und Verweilen bieten. Wir möchten Plätze mit mehr Aufenthaltsqualität schaffen und unterstützen private Initiativen sowie Ideen zur Neugestaltung.
Wir setzen uns ein für mehr öffentliche Toiletten an zentralen Orten wie der U-Bahn-Station Enkheim und dem Berger Marktplatz, die jederzeit frei zugänglich sind.
Der Erhalt von lokalen Einkaufsmöglichkeiten, vor allem für regionale Produkte, ist uns wichtig und sollte mit gezielten Maßnahmen unterstützt werden.
Zudem machen wir uns stark für die Aufstellung von Trinkwasserspendern und möchten dafür sorgen, dass zusätzlich zum beliebten Bücherschrank in Enkheim auch in Bergen ein solcher Schrank aufgestellt wird.
Ein sauberes Umfeld sorgt für Lebensqualität. Unser Stadtteil gehört zwar zu den saubersten in Frankfurt – wir wollen trotzdem weiter das Bewusstsein stärken, dass jeder für seinen eigenen Lebensraum verantwortlich ist. Deshalb engagieren wir uns für die Cleanup-Days, die Initiative Stadtteil-Müllbeauftragte der FES und die #cleanffm Botschafter*innen.
Damit E-Roller nicht zu Hindernissen und Stolperfallen werden, fordern wir sinnvolle Abstellflächen.
Kita, Hort, Schule
Wir fordern eine bedarfsgerechte Ausstattung an Kita- und Hortplätzen
Die Hortsituation im Stadtteil ist so nicht hinnehmbar. Jedes Kind mit Bedarf sollte einen Betreuungsplatz erhalten – und kein Elternteil seinen Arbeitsplatz aufgeben müssen.
Wir setzen uns weiterhin vehement für die Schaffung von Hortplätzen ein – ebenso wie für eine gerechte und transparente Vergabe der Plätze.
Wir fordern ausreichend Grundschulkapazitäten für Bergen-Enkheim, wenn nötig auch eine neue Grundschule. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die offiziellen Bedarfszahlen für die Schulplätze von der Realität im Stadtteil abweichen. Wir werden bei den zuständigen Stellen weiterhin sinnvolle Planungen einfordern.
Die Anliegen der örtlichen Schulen unterstützen wir gern, ebenso wie Projekte und Kooperationen, die der Nachhaltigkeit und der Entwicklung des Stadtteils dienen, z. B. den Umweltpreis, den der Ortsbeirat nach einer Idee der Grünen seit mehreren Jahren erfolgreich umsetzt.
Freizeit, Sport, Kultur
Neben der Instandhaltung und Weiterentwicklung der Sportstätten unserer Vereine sind uns offene Angebote für Freizeitsport im Stadtteil ein großes Anliegen.
Hierzu gehört z. B. die Wiederherstellung der Halfpipe auf dem Marktplatz in Bergen sowie die Gestaltung der Flächen unter der Fritz-Schubert-Ring-Brücke und gegenüber des „Roten Platzes“ an der Riedschule als Multifunktionsplätze mit attraktiven Angeboten wie Pump-Track-Bahnen, Bolzplätze, Kletterwände o. Ä.
Wir unterstützen jugendliches Engagement in Bergen-Enkheim und die bereits bestehenden Vorschläge für ein zweites Jugendzentrum im Stadtteil (Enkheim).
Wir sehen das Problem, dass Jugendlichen Räumlichkeiten für Begegnung und Feierlichkeiten fehlen und arbeiten an Lösungen.
Wir setzen uns für eine Fortführung und den Ausbau der umfangreichen kulturellen Angebote in Bergen Enkheim ein – Lesungen, Open-Air-Kino, Poetry Slams, Ausstellungsmöglichkeiten für kreativ tätige Menschen im Stadtteil.
Zu einem verbesserten kulturellen Angebot gehört für uns auch die Suche nach größeren und attraktiveren Räumlichkeiten für die Stadtteilbibliothek.
Ehrenamt
Ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bergen-Enkheimer*innen verdient allergrößte Wertschätzung. Wir werden im Rahmen etablierter Stadtteilfeste eine lokale Ehrenamtsmesse initiieren, um Unterstützung für unsere Vereine und Organisationen zu mobilisieren.
Insbesondere liegt uns auch die Teilhabe von Jugendlichen an politischen und demokratischen Prozessen am Herzen. Wir unterstützen die Entsendung von jungen Menschen aus dem Stadtteil ins neue Kinder- und Jugendparlament der Stadt Frankfurt und fordern eine dauerhafte Vertretung von Jugendlichen im Ortsbeirat Bergen-Enkheim, um die Stimme der Kinder und jungen Menschen bei Entscheidungsprozessen im Ortsteil besser berücksichtigen zu können.
Mädchen und Frauen
Wir wollen Mädchen und Frauen in Bergen-Enkheim stärken – mit dem Ziel, allen eine gleichberechtigte und angstfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Frankfurt hat auf Initiative der Grünen das Hilfs- und Beratungsangebot für Mädchen und Frauen ausgebaut, ebenso die Zahl an Plätzen in Frauenhäusern.
Übergriffiges Verhalten und häusliche Gewalt gibt es leider überall. Durch Gespräche und Aktionen, z. B. an Tagen wie dem Internationalen Frauentag, dem Girl’s Day, dem Internationalen Mädchentag und dem Aktionstag gegen Gewalt und häusliche Gewalt, schaffen wir Aufmerksamkeit für die Nöte und Bedarfe unserer Mitbürgerinnen.
Wir prüfen Straßen, Wege und Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, Vereinsheimen und Sportplätzen, um gezielt bessere Beleuchtung zu beantragen.
Wir bewerben zudem das Beratungsangebot in Frankfurt sowie das Heimwegtelefon und kommunizieren die Bedeutung des SOS-Hand-Hilfezeichens.
Hilfe für Mädchen und Frauen in Not: www.stark-gegen-gewalt-frankfurt.de
Heimwegtelefon: www.heimwegtelefon.net/
SOS-Hand-Hilfezeichen: www.lks.hessen.de/beratung/signal-for-help
Wohnen – für Jung bis Alt
Wir wollen, dass alle Generationen in Bergen-Enkheim gut leben und wohnen können. Deswegen diskutieren wir mit Interessierten unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Lebenssituation über neue Wohnprojekte und Patenschaftskonzepte, z. B. „Wohnraum bieten, Unterstützung bekommen“.
Für Auszubildende und Studierende bauen wir eine Kooperation mit der Bettenbörse des ASTA der Uni Frankfurt auf, um jungen Menschen die Wohnungssuche zu erleichtern – durch eine gezielte Vernetzung mit Menschen im Stadtteil, die ungenutzte Räume in ihren Wohnungen und Häusern haben, die sie jungen Leuten zeitweise zur Verfügung stellen möchten.
Mobilität
Ein ausgewogenes Mobilitätsangebot ist ein wichtiger Faktor für das Zusammenleben in Bergen-Enkheim. Durch den Ausbau von Fuß- und Radwegen und dem öffentlichen Nahverkehr sinken die Emissionen und es steht mehr Platz auf den Straßen zur Verfügung für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind.
Wir werden weiterhin die Fußwege in Bergen-Enkheim auf mögliche Schwachstellen prüfen und – wo nötig – sicherer machen.
Ebenso wollen wir das Radwegenetz verbessern. Wichtig sind uns dabei gute Radwege nach Bad Vilbel/Heilsberg und Fechenheim sowie die Einrichtung einer – von Autos weiterhin befahrbaren und mit Parkplätzen ausgestatteten – Fahrradstraße entlang der Bornweidstraße und Taschnerstraße, damit radfahrende Jugendliche und Pendler*innen sicher zu Schule und Arbeitsplatz gelangen.
Auch die Komplettierung des Fahrradwegs an der Leuchte bis zum Schwimmbad halten wir für wichtig.
Wir fordern weiterhin Verkehrsberuhigungen im Stadtteil. Der bereits bestehende Vorschlag zu Tempo 30 im ganzen Ortsbezirk soll verbindlich umgesetzt werden.
Anspruch grüner Mobilitätspolitik ist ein hochwertiges, attraktives Angebot des öffentlichen Nahverkehrs sowie ein guter Zugang zu den Fernverbindungen.
Wir gehen davon aus, dass die Trassenführung der RTO nicht direkt an unserem Stadtteil verlaufen wird, und setzen uns deshalb für eine vernünftige Anbindung an den geplanten S-Bahn-Ring um Frankfurt ein.
Die im Jahr 2025 vorgestellten Trassen-Optionen 1 und 2 sind mit uns definitiv nicht umsetzbar.
Wir fordern, dass Taktung und Routenverlauf der Buslinien besser auf die tatsächlichen Bedarfe abgestimmt werden (Linie 551) und es weniger Ausfall von Fahrten gibt (Linie 40).
Die im Gesamtverkehrsplan 2035+ vorgesehenen Maßnahmen zu den U-Bahnlinien U4 (Verlängerung bis Marktplatz Bergen) und U7 (Verlängerung bis zum Riedbad) verfolgen und unterstützen wir.
Wir begrüßen, dass ab Ende 2026 ein Car-Sharing-Angebot in Bergen zur Verfügung stehen soll und werden die Einrichtung konstruktiv begleiten.
Weitere Maßnahmen, um den Durchgangsverkehr in Bergen-Enkheim sowie das Zuparken von Wohngebieten zu reduzieren, halten wir für sinnvoll und notwendig.


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